"Mit einem Wort, es wird auf der Welt viel zu wenig gedacht.  Da könnte neuerdings die Stunde der Philosophie schlagen. "


(Burkhard Müller in der SZ vom 5.8.2020)

Publikation:

"Ja, ich lebe - aber wie?"

Kleines Buch großer philosophischer Fragen

Eigentlich braucht die Welt kein weiteres Buch. Und die Behauptung ist wahrscheinlich richtig, dass alles schon einmal auf die ein oder andere Weise gesagt wurde. Und dennoch habe ich mich entschlossen, ein paar Fragen und Gedanken, die mir Klienten meiner Philosophischen Praxis immer wieder vorgetragen haben, in diesem Buch zusammenzuführen. 

Aber es soll natürlich auch noch mehr sein als ein Kompendium philosophischer Probleme: es will Mutmachen und Anleiten zum Weiterdenken, vor allem zum Selbstständigdenken. Denn Lehrer und Ratgeber sind am Anfang eines Weges richtig und wichtig – aber nach einer gewissen Weile müssen die Krücken weggeworfen werden, dann gilt es, die Richtung und das Tempo selber zu bestimmen.

„Habe den Mut, deinen Verstand zu gebrauchen“, forderte Immanuel Kant vor über 200 Jahren von seinen Zeitgenossen und gab damit dem weltverändernden Projekt der Aufklärung einen entscheidenden Schub. Diese Aufforderung ist heute genauso aktuell wie damals.

Die Auswahl der Themen richtet sich nicht nach den gängigen Lehrbüchern der Philosophie, sondern sie ist bestimmt durch die Menschen, die mit mir die „Fragen des Lebens“ in den vergangenen Jahren eingehend diskutiert haben. Ob Glück, Einsamkeit, Melancholie oder Religion – kein Thema ist zu groß, um besprochen zu werden, aber alle sind zu groß, als dass billige Rezepte, schnelle Lösungen oder auch nur eindeutige Antworten gegeben werden könnten.

So hoffe ich, dass dies Büchlein all denen einen Wegweiser bieten kann, die sich neugierig auf einen verschlungenen, manchmal dunklen Weg machen wollen. Sie alle sollen ermuntert werden, die Oberfläche des Lebens zu verlassen und einzutauchen in eine Welt, die den Menschen erst zum Menschen macht:  die Welt der vielen Fragen und der wenigen Antworten!

 

Veröffentlicht im Dezember 2020

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Vortrag:

"Der Ursprung aller Dinge - Die Bedeutung des Wassers von der Antike bis Heute"

Vortrag im Rahmen der Sonntagsmatinee der vhs Erlangen im SS 2021  am 25. April 2021, 11.15-12.45 Uhr 

Es hat keinen Geschmack, keine Farbe und kein Aroma – und doch ist es so notwendig und so begehrt wie nichts anderes auf der Welt: das Wasser.  

Dieses „Elixier des Lebens“ galt schon in der Antike als „Ursprung von allem“. Doch während Wasser in früheren Zeiten scheinbar unbegrenzt und kostenlos zur Verfügung stand, ist heute der Zugang zum Trinkwasser ein heiß umkämpftes Thema der Weltpolitik. Wollen doch immer mehr Menschen immer mehr vom kostbaren Nass. In dieser Situation stellen sich grundlegende Fragen: 

Sollte das Recht auf sauberes Wasser zum Katalog der Menschenrechte hinzugefügt werden? Müssen Industriestaaten zugunsten der Entwicklungsländer ihren Wasserverbrauch drastisch senken? Können internationale Gerichte für mehr Gerechtigkeit bei der Wasserverteilung sorgen. Wahrhaft philosophische Probleme! 



Themenschwerpunkt:

Womit sich Philosophie beschäftigt, wenn sie praxisorientiert ist:

  • Altern ist nichts für Feiglinge
  • Es kämpft jeder seine Schlacht allein
  • Sich den Ängsten stellen
  • Freundschaft bewährt sich im Unglück
  • Die Kunst, richtig zu leben
  • Ich bin des Lebens müde
  • Melancholie ist das Vergnügen, traurig zu sein
  • Gott ist tot! Oder doch nicht?
  • Jeder ist sich selber das Schicksal
  • Wozu das Ganze? Fragen nach dem Sinn des Lebens
  • Der Tod ist die größte Gegen-Utopie
  • Wir haben nicht zu wenig Zeit - wir nutzen sie nur falsch
  • Früher war die Zukunft besser


Themenschwerpunkt:

Der Weg zum Glück

Seit Jahrtausenden suchen die Menschen nach dem Weg zum Glück - doch schon der römische Philosoph Seneca erkannte, dass nicht nur Weg und Ziel klar bestimmt werden müssen, sondern auch ein "kundiger Führer" von nöten ist:

"Glücklich zu leben wünscht jedermann; aber die Grundlagen des Glückes erkennt fast niemand. Freilich ist ein glückliches Leben keine ganz einfache Sache. Wer einmal den Weg verfehlt hat, entfernt sich immer weiter  davon; und geht er nach der entgegengesetzten Seite, so wird gerade Eile ihn immer mehr abführen. Man muss daher zuerst wissen, worauf das Streben zu richten ist; sodann ist der Weg aufzusuchen, der am raschesten zum Ziel führt. (...) Solange wir aber da und dort herumschweifen, von verworrenen Stimmen bald da, bald dorthin gezogen, wird unser Leben nur ein steter Irrweg sein, auch wenn wir uns Tag und Nacht um eine richtige Ansicht bemühen. Daher entscheide man sich über das Ziel und den Weg und sehe sich nach einem kundigen Führer um."